Tauchlehrer Stufe 2
ab dem vollendeten 21.Lebensjahr

A. Kursort und Anmeldung:
Die Überprüfung der Fähigkeiten von Anwärtern auf den Lehrtauchschein 2. Stufe kann im Rahmen eines Kurses für Tauchlehrer 1. Stufe durchgeführt werden.

B. Vorbedingungen:
Anwärter auf den Lehrtauchschein 2. Stufe müssen mindestens sechs Monate als Tauchlehrer 1. Stufe tätig gewesen sein und für diesen Zeitraum wenigstens 10 Freiwasser-Tauchstunden (davon mehr als die Hälfte zwischen 10 und 40 m, sowie drei Abstiege zwischen 40 und maximal 50 m Tiefe) im ÖWR-Ausbildungs- und Einsatzdienst nachweisen. Die gesamte Tauchpraxis muss zumindest 150 UW-Stunden und 200 Tauchgänge ausmachen (bestätigte Logbucheintragungen).


C. Abschlussbeurteilung:
Die Abschlussbeurteilung erfolgt durch die Tauchkommission. Im entsprechenden ÖWR-Tauchschein wird der Lehrtauchschein 2. Stufe bestätigt. Fertige Tauchlehrer 2. Stufe sind dann berechtigt, Jugend-, Grund- und Leistungstauchscheiner sowie Tauchlehrerassistenten auszubilden und zu prüfen; sie können bei der Ausbildung und Prüfung von Tauchlehrern 1. und 2. Stufe unterstützend mitwirken. Prinzipiell sollen sie in den Landesverbänden die Vorsitzenden der örtlichen Tauchprüfungskommissionen stellen.
Kommt die Tauchkommission zu dem Schluss, dass ein Kandidat erst nach Ablegen einer Nachtragsbeurteilung den Lehrtauchschein 2. Stufe bestätigt erhalten soll, so kann diese Beurteilung nur dann vorgenommen werden, wenn der für den Kandidaten zuständige Landesverband eine schriftliche Übernahmeerklärung für die hierfür anfallenden Kosten (Anreise und Aufenthalt der Tauchkommission etc.) beim BRT hinterlegt hat.


D. Praxisüberprüfung:
  1. 30-m-Gerätetauchgang: Der Prüfling ist Gruppenführer, begleitet von zwei Tauchern, wovon einer der Prüfer ist. Durchzuführen sind: Maske fluten und entleeren, Austausch von Handsignalen der UW-Zeichensprache, Wechselatmung (ca. 2 min) und eine Orientierungsübung (mit zumindest zweimaliger Richtungsänderung).
  2. Gerätetauchgang zwischen 40 und 50 m: Der Prüfling führt zwei weitere Taucher, wovon einer der Prüfer ist: Anwendung der UW-Zeichensprache; Orientierung mittels UW-Kompass; Austarieren mit der Rettungsweste; in ca. 40 m Tiefe Überprüfen des Verhaltens des Kandidaten bei (simuliertem) Atemgasmangel eines der beiden Mittaucher; Bergung dieses Tauchers, unter Einhaltung eines Sicherheitsstops auf 3 m und anschließendem Abschleppen an der Wasseroberfläche, ca. 200 m weit. "Verunfallten" an Land bringen und weitere Veranlassungen für dessen Versorgung treffen (Wiederbelebung, Rettungskette, Bericht).
  3. Nachtabstieg (ca. 30 m) als Taucheinsatzübung unter erschwerten Bedingungen: Der Prüfling ist Gruppenführer, begleitet von zwei Tauchern, wovon einer der Prüfer ist: Lösung einer den örtlichen Gegebenheiten angepassten Aufgabe, Einsatz von UW-Lampen etc.

E. Theorie:
  1. Beantwortung schriftlicher und mündlicher Fragen.
  2. Schriftliche Arbeit (daheim durchzuführen) über ein Thema, welches dem Kandidaten nach seiner Kursanmeldung seitens der Tauchkommission zugesandt wird. Der Inhalt der Arbeit sollte gegebenenfalls für die Aufnahme in einen Aus- oder Fortbildungsbehelf (z.B. Beitrag zur Sammlung "Unterlagen für die Fortbildung von ÖWR-Tauchern") geeignet sein.
  3. Vortrag zum Thema der schriftlichen Arbeit (etwa 30 min).
  4. Beurteilung einer ÖWR-Taucherprüfung (Bestätigung des zuständigen LRT über die Teilnahme als Prüfer in einer lokalen Prüfungskommission u. dergl.).